25.03.2020

Corona und die ärztliche Schweigepflicht


Die ärztliche Schweigepflicht ist bedeutend für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient und findet ihre Grundlagen in § 9 MBO-Ärzte und § 203 StGB. § 6 Infektionsschutzgesetz regelt die gesetzliche Offenbarungspflicht. Danach sind Ärzte verpflichtet, alle begründeten Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden. Um einen meldepflichtigen „begründeten Verdachtsfall“ handelt es sich laut Robert-Koch-Institut (RKI), wenn die Person Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom RKI genannten Risikogebiet gewesen ist und Symptome wie Fieber, Heiserkeit, Husten oder Atemnot aufweist. Dabei sind Namen des Patienten, Kontaktdaten und die wahrscheinliche Infektionsquelle mitzuteilen. Dem Arzt wird in diesem Fall geraten, den betroffenen Patienten über die Weitergabe der Daten zu informieren.


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