15.04.2020

KFO-Behandlung bei CMD: Beihilfe auch im Erwachsenenalter


Der VGH Baden-Württemberg hat entschieden, dass die Gewährung einer Beihilfe zu Aufwendungen für eine kieferorthopädische Behandlung einer primären, nicht erst im Erwachsenenalter erworbenen Kieferanomalie im Einzelfall auch über die in der Anlage zur BVO geregelten Ausnahmen hinaus geboten sein kann. Das Gericht sagte auszugsweise: Die nach dem Behandlungs- und Kostenplan vorgesehene kieferorthopädische Behandlung sei ein erfolgversprechendes Mittel der Wahl, die bei der Klägerin diagnostizierte craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zu therapieren. Es handle sich dabei für sich genommen um ein erhebliches Problem, denn eine nicht behandelte CMD könne zu einer Zerstörung der Kiefergelenkstrukturen und damit einhergehend zu einer chronischen Schmerzsymptomatik bis hin zur Berufungsunfähigkeit führen. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 01.02.2019, 2 S 1352/18


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