05.11.2012

Praxisgebühr fällt weg


Die Praxisgebühr ist eine Zuzahlung in Höhe von 10 , die Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland seit 2004 bei Arzt-, Zahnarzt- oder Psychotherapeutenbesuchen sowie im kassenärztlichen Notdienst (ärztlicher Notdienst oder Notaufnahme eines Krankenhauses) einmal im Quartal (Vierteljahr) entrichten mussten. Die Gebühr kommt – nach Verrechnung mit den Honoraren der Behandler – den Krankenkassen zugute. Am 4. November 2012 beschloss die Koalitionsrunde aus CDU, CSU und FDP, die Praxisgebühr zum 1. Januar 2013 abschaffen zu wollen (Quelle: http://de.wikipedia.org).

 

Die Ziele der Praxisgebühr waren vor allem die Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten für ihre Gesundheit: bei Bagatellfällen (Schramme, blauer Fleck) soll nicht gleich der Arzt aufgesucht werden, die Reduzierung von „Selbstüberweisungen“: die Versicherten sollen Fachärzte, mit vergleichsweise teureren Behandlungen, möglichst nur nach Überweisung durch den Hausarzt (sachverständig für eine Abgrenzung) aufsuchen aber auch die kurzfristige finanzielle Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ziele wurden nur teilweise erreicht. Die finanzielle Situation der Krankenkassen ist derzeit mehr als stabil. Die weiter verfolgten Ziele wurden nicht erreicht, der Bürokratieaufwand von Ärzten und Zahnärzten stand nicht im Verhältnis zu den erreichten Zielen. Insofern ist die Entscheidung im Sinne der Ärzteschaft nicht nur zu begrüßen sondern längst überfällig.   

Mitgeteilt von Rechtsanwältin / Fachanwältin für Medizinrecht Rita Schulz-Hillenbrand, Würzburg


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