20.12.2019

Wundbehandlung mit Vakuumversiegelungstherapie wird ambulante Kassenleistung


Bei der VVS – auch Unterdruck-Therapie genannt – wird die Wunde luftdicht abgedeckt und über einen dünnen Schlauch mit einer Vakuumpumpe verbunden. Die Wundflüssigkeiten werden über dieses geschlossene System kontinuierlich abgesaugt. Durch den dabei entstehenden Unterdruck verbessert sich zudem die Durchblutung in der Wunde. Die VVS kann zukünftig ambulant zulasten der gesetzlichen Krankenkassen bei Patientinnen und Patienten erbracht werden, bei denen – aufgrund wund- oder patientenspezifischer Risikofaktoren – unter einer Standardwundbehandlung keine ausreichende Heilung zu erwarten ist. Eine solche Wundheilungsstörung kann beispielsweise nach einer Amputation auftreten. Ziel der VSS ist hier ein sogenannter primärer Wundverschluss, also eine komplikationsfreie Wiederherstellung der Gewebskontinuität, was bei bündigen Wundrändern möglich ist. Bei anderen Wunden, beispielsweise Druckgeschwüren (Dekubiti), zielt der ebenfalls mögliche Einsatz der VSS auf einen sogenannten sekundären Wundverschluss. Hier muss sich zuerst Gewebe neu bilden. Zur Sicherstellung der Qualität der Leistungserbringung darf die VVS nur von bestimmte Facharztgruppen angewendet werden. Zudem ist die VVS in ein medizinisches Behandlungskonzept einzubetten, welches neben den Verbandswechseln u. a. eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Wundheilung umfasst. www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/831/&nb


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